Ostern 2007. Eine Delegation von Aylienz erobert flammend die Höhen des Pfälzer Waldes. Es sollte wieder ein Experiment werden (wie damals mit Franky und Johannes), wobei jedoch diesmal der Untersuchungsgegenstand und die Probanden noch nicht ganz klar waren.
Kein Experiment ohne Franky und Johannes!
Diesmal schien die Gruppe zu homogen auf ausreichend dimensionierte Gemächter verteilt zu sein um dem Trainingslager neben physischen Reizen auch noch einen besonderen psychologischen Abhärtungscharakter zu verpassen.
Um es vorweg zu nehmen: Die durchgeführten Experimente, und es waren vielfältige dabei, gingen zum allergrößten Teil positiv aus, was soviel bedeutet wie "ohne besondere Vorkommnisse". Dabei wär so ein Camp a la Briane Riis bestimmt gut fürs Team gewesen......
The one and only Kurschat Experience
Eines der gewagtesten Experimente war es sicherlich mit Wolfram Kurschat ein Tourchen zu machen. Nachdem sich das Vorbild westfälischer Mountainbiker mit knapp 20 Minuten Verspätung am Treffpunkt eingefunden hatte (Wir unterstellen keine Starallüren, sondern vermuten eher eine Verlängerung seiner bereits zuvor absolvierten 2-stündigen Trainingseinheit.....) ging es los: Heike und Wolfram im Topeak-Ergon Dress voran, dicht gefolgt von einer braven Schaar höriger Jünger. Allen Voran Rennpferd Wido, der extra die letzten 2 Tage vorgebrannt hatte um auf Attaken des Meisters halbwegs adäquat reagieren zu können. Am Schlussanstieg zum Stabenberg war es dann soweit: Das als Wolfram Kurschat getarnte Führungsmopped hat den Hahn aufgdreht (vermutlich ca. 2/3) und die Heißkisten Hagen und Gießen haben nacheinander lustige Wegplatzambitionen gezeigt.
Auf der Folgenden Abfahrt war ebenfalls Rennmodus angesagt: Auf dem mit kleinen und großen Sandsteinwackern gespikten Pfad war jeder bemüht im Windschatten (!!!) des Vordermannes zu bleiben! Bloß nicht die wahrscheinlich durch hundertfaches befahren perfektionierte Linie des Meisters verlassen!!!!
Die Runde führte dann noch über zwei weitere Hügel, bei dem uns der Meister die wirklich Freeridetauglichen Pasagen des Neustädter Sigmasport-Marathons gezeigt hat. Krass! Ein "must do"!
Abend beim Essen, das wir dem Meister für eine große saftige Portion Laktat schuldig waren gab es dann noch sehr interesante Inputs vom Profi: Ernährung, Rennvorbereitung, Fahrtechnik. Sehr nett und vielleicht 2008 nochmal ?!
The Kurschat Experience war als Experiment jedenfalls ohne unerwartete Geschehnisse abgelaufen.
Trails, Trails, Trails und es immer schön "kommen" lassen
Warum eigentlich noch zum Gardasee? Die Frage haben wir uns schon letztes Jahr gestellt und so wie es aussieht ist das fahrtechnische Angebot für alle "geil"!!! Volker K. aus H. (alias Kleini) ist nach eigenem bekunden jedenfalls alle 100 HM Bergab jeweils einmal .... . Dennoch gab es auch hier interessante Ergebnisse: Wie auch sonst im im tristen Trainingsalltag nordsauerländischer Mountainbiker wächst man nur mit wachsenden außeren Reizen, und so kam es, das die Trails nach 7 intensiven Trainingstagen schon fast zu Gewohnheit wurden, und desöfteren die berühmt-berüchtigte Felsenabfahrt am Eckkopf aufgesucht, um die Fahrtechnik en Detail zu verfeinern. Zahlreiche Kerben im Sandstein Zeugen hier vom Leiden der Mitglieder des NRW-MTB Kaders, die vor einigen Jahren dem Kurschat genau so folgten wie wir ..... Leider ist das mit der Linie hier aber nicht so einfach.
Ein neues Mekka des Mountainbikens ?
So wie es aussieht spricht sich die Qualität des gesamten Reviers ziemlich rum: Es war zwar noch nicht so voll wie auf der alten Ponale-Straße am seeligen Gardasee, und im Tal wird statt Cappuchino auch eher Weißweinschorle geschlürft, aber wir waren nicht allein: Ebenfalls am Start war der Jugendkader des NRW-MTB Sports als auch die MTB-Gruppe von Annes Uni-MTB Kurs aus Gießen. Und das waren noch lange nicht alle. Das Verhältnis von gefahrenen Kilometern zu Höhenmetern und Trails dürfte in den Alpen jedenfalls nicht günstiger sein.
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